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  • Hier erfahren alles über die Anfänge, bis hin zum Einstieg in den historischen Bergrennsport
 



                                                     
(geschrieben von: Daniel Null)

Es war Pfingstmontag 1996 wo ich das erste mal mit einem Bergrennen in Kontakt kam. Mein Bruder Marco, der Bergrennen schon seit Anfang der 1990er Jahre besuchte, fragte, ob ich nicht mal mitkommen wollte. Ich kannte Bergrennen nur von dem was er immer so erzählte, ich sagte nur "ok, da fahre ich mal mit" und es ging zum Wolsfelder Bergrennen, "irgendwo" in die Eifel!
Das Wetter war trüb und regnerisch an jenem Tag wo jeder Normalsterbliche sicher im Bett geblieben wäre, wir gingen am Festzelt vorbei, durchs Fahrerlager und dann direkt in die "Bitkurve".
Hier war trotzt des schlechten Wetters sehr viel los und ich war erstaunt was am Berg alles für Fahrzeuge am Start waren. Aufgrund der nassen Strecke und dadurch bedingt vielen Ausrutscher in der "Bit" dachte ich nur "spektakulärer Motorsport"...warum bin ich nicht schon früher mal mitgekommen?!
Spätestens als "Raketen-Bruno", Knüttel, Brenner, Plasa, Stenger und Co durch waren, war für mich eines klar, dass wird nicht mein letztes Bergrennen gewesen sein, denn ich war vom "Rennbazillus" gepackt und mein Leben sollte sich von diesem trüben Pfingstmontag an schlagartig ändern. In diesem Jahr besuchten wir noch die Rennen am Schleizer Dreieck, Hauenstein, Osnabrück und Eichenbühl.

In den Jahren 1997 und 1998 besuchten wir die Rennen in Wolsfeld, Trier, Heiligenstadt, Osnabrück, Hauenstein und Eichenbühl. Erstmals für ein gesamtes Wochenende ging es zum EBM-Lauf in Trier und am Hauenstein, wo wir im geliehenen Wohnmobil anreisten.

Dann folgte das "Top-Jahr" 1999! Im Januar legten wir uns einen eigenen Wohnwagen zu den wir bis zum Saisonbeginn ausgebaut und startklar hatten. (siehe Foto oben, der Wohnwagen war in den folgenden Jahren ein bekanntes Bild im Fahrerlager)
In diesem Jahr besuchten wir alle DM und Berg-Cup Veranstaltungen in Deutschland, in Luxemburg das European Hill-Race in Eschdorf und wurden Mitglied im "Gruppe H Berg-Cup", aber das absolute "Highlight" waren die beiden Rennen Vuillafans-Echevannes und Turckheim-Trois Epis in Frankreich dem "Mekka des Bergrennsports". Ich war erstaunt das man hier als Fan kaum hinter eine Absperrung musste und sich ohne Probleme auf eine Leitplanke setzen konnte ...Geiles Erlebnis!!!
Unvergessen waren damals die unzähligen "offenen" und "megalauten" Formel 2, F3000 und der kartähnliche und spektakuläre Fahrstil des Bernard Chamberod!
Das Jahr 1999 war richtungsweisend und seitdem hatte ich den Gedanken im Kopf "Irgendwann fährst du auch mal mit"!

Das Jahr 2000 begannen wir wieder in Frankreich und fuhren im Mai in die wunderschönen Vogesen zum nationalen Bergrennen Hautes-Vosges in der Nähe von Remiremont das auch zum Berg-Cup und zur Nations-Challenge 2000 zählte.
Leider ereilte uns im Mai auch eine schreckliche Nachricht. Fabio Danti, der zweifache Europabergmeister und bis dahin wohl beste Bergrennfahrer der letzten Jahre, verunglückt mit seinem Osella kurz vorm Ziel, beim Rennen Caprino-Spiazzi in Italen tödlich. Mein "Idol" stirbt leider viel zu früh! Die Bergrennszene steht unter Schock!!
Nach diversen DM und Berg-Cup Läufen in Deutschland sollte der absolute Höhepunkt der Saison aber der Urlaub in Italien und der damit verbundene Besuch des Bergrennen Trento-Bondone sein.
Dieses Rennen ist ein Mythos, nicht nur wegen seiner 17,3km und der 40 Spitzkehren, sondern bei diesem Rennen kann man auch in einem Lauf durch drei Wetterzonen kommen! Wenn es am Start noch trocken und bewölkt ist, kann es im mittleren Teil der Strecke nebelig und regnerisch sein und im Zielbereich kann die Sonne scheinen! Nicht selten herrschen hier aber Temperaturen um die 35 Grad.
Dieses Rennen war bis dahin das absolute Highlight und sollte von nun an jedes Jahr besucht werden.
Durch die Nähe zum Gardasee, war für uns klar auch die Strecke von Caprino-Spiazzi abzufahren und die Unglücksstelle von Fabio Danti zu begutachten.
Wenn man wie wir, nur kurze Zeit nach dem schrecklichen Unfall vor Ort war, konnte man erahnen was für eine Tragödie sich hier abgespielt haben musste! In der letzten Kurve, etwa 200m vor dem Ziel war Fabio Danti mit extrem hoher Geschwindigkeit von der Strecke abgekommen, den Hang entlang geschleudert, eine 2 Meter lange Leitplanke gestriffen, sich überschlagen und nach weiteren 15 Metern frontal an einen Baum einzuschlagen. Seine Bremsspur auf der Strecke war nur etwa drei Meter lang!!! Die Gruppe C erreichen hier Geschwindigkeit von über 200kmh!!!
Die Unfallstelle ist von da an eine absolute Pilgerstätte geworden und wird jedes Jahr von unzähligen Fans besucht. Auch wir machen von nun an jedes Jahr halt in Spiazzi.

Im Jahr 2001 war unser Bergrennkalender wieder prall gefüllt. So zogen wir mit unserem Motorhome von Rennen zu Rennen und ließen in Deutschland nur eine Veranstaltung aus!
Die Höhepunkte in dieser Saison waren Trento-Bondone und die Rennen St. Agatha und Mühlbach am Hochkönig in Österreich!

In den Jahren 2002-2004 besuchten wir wieder viele Rennen im In-und Ausland, darunter auch Mickhausen, Nommern, Oberjoch, lernten viele Fahrer kennen und fuhren 2004 das erste mal zum Bergrennen St. Ursanne-Les Rangiers in die Schweiz.
Dieses Rennen ist eigentlich ein absolutes "Muss" für jeden Fan, der Streckenabschnitt am Les Grippons unter der Autobahnbrücke gehört wohl zu den spektakulärsten Stellen überhaupt im Bergrennlalender!
Es war schon ein verücktes Wochenende, denn wir fuhren am Freitag Nachmittag von zu Hause los, übernachteten im Schwarzwald um am Samstagmorgen weiter nach St.Ursanne zu fahren. Dort blieben wir bis zum Trainingsende am Abend und fuhren die 900km zurück nach Detmold, schliefen vier Stunden und starteten am nächsten Morgen um 8h durch zum Bergrennen in Osnabrück!
Als wir dort dem erstaunten Fachpublikum erzählten das über 1000km entfernte  Training in St.Ursanne "LIVE" miterlebt zu haben hörte man von denen nur sagen..."total bekloppt!"..."das kannste deiner Oma erzählen"..."ihr habt sie doch nich alle!!!"..."das sind wahre Fans!!!"
War ein super Wochenende das man wohl so schnell nicht vergessen wird!

2005 war dann das Jahr wo sich für mich einiges ändern sollte.
Wir besuchten wieder viele Rennen, darunter auch Trento-Bondone, Eschdorf, Turckheim Trois-Epis, aber der Höhepunkt war das ich mir meinen langjährigen Traum erfüllte und einen 02 erwarb!
Hiermit war der Grundstein für den aktiven Bergrennsport gelegt und der 1602 sollte in den folgenden Jahren umgebaut und im historischen Bergrennsport eingesetzt werden.


...im Jahre 2007 starteten wir das Projekt 02-HISTO-RACING!




  Mit sportlichen Grüßen

  Daniel Null